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Umzugskosten und Steuern - was man wissen sollte

Die Gründe reichen vom beruflichen Aufstieg bis zur privaten Veränderung durch Familiennachwuchs. Das kostet Nerven, Zeit und vor allem viel Geld! Was viele nicht wissen: Der Fiskus kann meist an den Ausgaben für den Umzug beteiligt werden.

Steuern sparen bei Privatumzug


Ist Nachwuchs im Anmarsch, will man mit dem Partner zusammenziehen oder verkleinert sich die Familie durch Trennung oder Auszug der Kinder? In diesen Fällen hat der Umzug rein private Gründe. Trotzdem kann man das in der Steuererklärung angeben und absetzen! Kosten von bis zu 4.000 Euro lassen sich geltend machen. Nicht die komplette Summe berücksichtigt das Finanzamt, aber immerhin 20 Prozent der tatsächlichen Umzugskosten. Die werden als haushaltsnahe Dienstleistungen aufgeführt. Wer aus gesundheitlichen Gründen zum Beispiel in eine alters- oder behindertengerechte gerechte Wohnung umzieht, kann die Kosten teilweise auch als außergewöhnliche Belastungen beim Finanzamt geltend machen. Ein ärztliches Attest reicht in diesem Fall als Nachweis.

Umzug aus beruflichen Gründen: Fiskus kräftig beteiligen!


Ein beruflicher Aufstieg ist oftmals mit einem Umzug in eine andere Stadt verbunden. Manchmal verlegt die Firma auch ihren Sitz oder es gibt eine gründliche Umstrukturierung. Wenn Beschäftigte dem Ruf des Arbeitgebers folgen, mäkelt höchstwahrscheinlich die Familie. Kleiner Trost: das Finanzamt erkennt solche Umzüge als beruflich bedingt an. Die Kosten können komplett als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Manchmal reicht dafür auch schon ein Wohnungswechsel innerhalb der Stadt, zum Beispiel von Berlin-Spandau nach Berlin-Mitte. Denn: Wenn sich dadurch der Weg an den Arbeitsplatz deutlich verkürzt, kann das bereits als beruflich bedingten Umzug beim Fiskus geltend machen. Für den Hin- und Rückweg sollte man täglich eine Stunde Arbeitsweg sparen. Dann überzeugt es das Finanzamt. Ein Sonderfall sind Selbständige: Die können ihre Umzugskosten als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.

Quittungen beim Umzug sammeln


Was alle Selbständigen und Freiberufler aus Ihrem Alltag kennen, gilt bei einem Umzug für jedermann: Alle Rechnungen und Belege sollten penibel gesammelt und aufbewahrt werden! Pauschal nämlich ist der Steuerbonus gering. Wer aber die tatsächlichen Kosten beim Finanzamt nachweisen kann, spart oft viel Geld. So kann man die komplette Rechnung der Umzugsfirma, den Transporter, die Maklergebühren sowie die Wohnungsbesichtigungstouren (30 Cent pro Kilometer) einreichen. Sogar die neue Küchenrichtung lässt sich mitunter steuerlich absetzen. Wer erst einmal zwischen zwei Wohnungen pendelt, kann zusätzlich sogar ein halbes Jahr lang eine doppelte Haushaltsführung gelten machen. Ob Versorgung der Umzugshelfer, neue Einrichtung, Renovierung der alten Wohnung, Ummelden von Telefon und Auto – bei beruflich bedingten Umzügen zahlt das Finanzamt immer kräftig mit. Weitgehend unbekannt: In diesen Fällen beteiligt sich der Fiskus per Umzugskostenpauschale sogar am Nachhilfeunterricht für die Kinder, fälligen Umschulungsgebühren sowie Schulbüchern. Voraussetzung ist, dass der Nachwuchs durch den Tapetenwechsel Unterrichtsstoff nachholen muss oder eben zusätzliche Kosten entstehen.

Experten raten, alle Rechnungen aufzuheben und per Überweisung zu bezahlen. Dieser doppelte Nachweis kann beim Finanzamt am Ende bares Geld wert sein. Wer alle Tipps berücksichtigt, kann beim Umzug gründlich sparen!

Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de