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Umzug für Hartz-4-Empfänger

Es handelt sich unter anderem um einen notwendigen Umzug, wenn

  • die alte Wohnung wegen Familienzuwachs zu klein ist
  • sich der Job in einem anderen Ort befindet und der tägliche Weg zur Arbeit einfach zu weit ist
  • die alte Wohnung durch beispielsweise Schimmel unbewohnbar ist
  • sich die Lebenssituation verändert hat (Scheidung, Heirat)
  • aus bestimmten gesundheitlichen Gründen

Diese Gründe müssen natürlich dem Jobcenter nachgewiesen werden. Wichtige Unterlagen sind unter anderem Atteste, Arbeitsverträge und Kosten für Benzin. Sollte der Grund für den Umzug eine unbewohnbare Wohnung sein, so darf dieser Zustand nicht vom Mieter verursacht sein. Auch so etwas muss man dem Jobcenter nachweisen.

Welche Umzugskosten vom Jobcenter übernommen werden

Grundsätzlich möchte das Jobcenter, dass Hartz-4 Empfänger die Ausgaben beim Umziehen so gering wie möglich halten, damit auch die Unkosten für das staatliche Umzugsgeld im Rahmen bleiben. Deshalb möchte das Amt, dass das Umziehen ohne Unternehmen durchgeführt wird. Und nur in Ausnahmen bewilligt das Jobcenter den finanziellen Mehraufwand für eine Umzugsfirma.

Ausgaben, die das Jobcenter beim Wohnungswechsel übernimmt

  • Umzugskartons
  • Die Anmietung und damit verbundenen Ausgaben eines Mietwagens
  • Eine Helferpauschale für unter anderem Verköstigungen (zwischen 10-50 Euro)

In manchen Fällen beinhaltet das staatliche Umzugsgeld auch Renovierungsarbeiten. Aber nur dann, wenn im Mietvertrag steht, dass die Wohnung vor Einzug renoviert werden muss. Bezahlt jedoch werden nur die Materialkosten.

Wann das Jobcenter die Ausgaben für eine Umzugsfirma übernimmt

Auch beim Amt gibt es Ausnahmen - so auch beim Thema Umzugsunternehmen. Wenn es überhaupt nicht anders geht, bezahlt das Jobcenter auch eine Firma, die das Umziehen übernimmt. In dem Fall müssen Bezieher von Hartz-4 drei Angebote von Umzugsfirmen einreichen. In der Regel wird das günstigste Angebot als Umzugsgeld finanziell übernommen.

Übernahme von Maklergebühren - nur in Ausnahmen

Grundsätzlich bezahlt die Behörde für Sozialhilfe die Gebühren für einen Makler nicht. Das müssen die Wohnungssuchenden selbst übernehmen. Nur dann, wenn ohne Makler keine Wohnung gefunden wird und wenn der Umzug erforderlich ist, können die Gebühren übernommen werden.

Kaution als Darlehen vom Jobcenter

Wird eine Kaution fällig, gibt es durchaus Möglichkeiten, dass die Behörde für Sozialhilfe die Unkosten übernimmt. Aber nur als Darlehen, das ohne Zinsen monatlich getilgt und direkt an den Vermieter gezahlt wird. Handelt es sich um einen Wohnungswechsel, der nicht erforderlich war, wird auch das Darlehen in der Regel nicht genehmigt.

Bild: Thorben Wengert / pixelio.de