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Wie erkenne ich Fallen in einem Mietvertrag

Sollte ihnen jedoch aufgefallen sein, dass die Wohnung nicht über die vertraglich vereinbarte Quadratmeterzahl verfügt und sich nicht einmal in der 10 % Zone befindet, was Sie erst bei einem Umzug festgestellt haben, ist das ein Grund für eine Mietminderung. Fällt Ihnen die zu kleine Größe der Wohnung erst ein Jahr später auf, im Rahmen einer Renovierung, können Sie den Vermieter für in der Vergangenheit zu viel bezahlte Miete haftbar machen. In diesem Fall muss der Vermieter Ihnen die Differenz für 12 Monate Miete erstatten.

Die Tricks der Vermieter?

Der Vermietertrick: Wegen einer Toilettenverstopfung beruft sich der Vermieter auf die Kleinreparaturklausel. Die Reparatur von 65 Euro soll der Mieter zahlen. So nicht ganz richtig: Kosten für eventuell entstandene Reparaturen kann der Vermieter nur fordern, wenn es im Vertrag so vereinbart wurde. Richtig ist: Die Klausel gilt lediglich nur für Bagatellschäden. Sagt die Klausel laut Mietvertrag aus, dass der Mieter Reparaturkosten bis 65 Euro zahlen muss, darf die Rechnung auch nicht höher ausfallen. Betragen die Kosten der Reinigung einer Gastherme z. B. 250 Euro, hat der Vermieter kein Recht anteilig 65 Euro vom Mieter zu fordern. Der Vermieter haftet für die gesamte Rechnung der Gastherme.

Weitere Fallen:

  • Zu niedrig angesetzter Vorschuss der Betriebskosten
  • Die Mietspiegel-Falle
  • Abgelehnte Reparaturen
  • Mieterhöhungen
  • Verschweigen der öffentlichen Förderung
  • Einbehalten der Kaution nach einem Umzug
  • Neuer Mietvertrag
  • Mietfreiheit mit Renovierungsauflage
  • Abwälzung sonstiger Betriebskosten
  • Was sollte in einem Mietvertrag stehen?

Kennen sich beide Parteien und sind sich einig, brauchen sie theoretisch keinen Mietvertrag. Hier gelten dann die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) zu Mietverhältnissen. Die Norm ist aber eher ein schriftlicher Mietvertrag.

Was sollte normalerweise in dem Mietvertrag stehen?

  • Der Vertragszweck und die Vertragsparteien
  • Zimmeranzahl und Größe der Wohnung
  • Zeitdauer und Mietbeginn
  • Betriebskostenvorauszahlung und Mietpreis
  • Renovierungsarbeiten und Schönheitsreparaturen nach einem Umzug
  • Regelung zum Auszug / Umzug aus der Wohnung und Kaution

Worauf Sie noch achten sollten?

Tipp: Mit dieser Formulierung darf die Größe der Wohnung laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs um mehr als 10 % nach unten abweichen (BGH-Urteil Aktenzeichen VIII ZR 306/09). Wegen möglicher Messfehler dient diese Angabe nicht zur Festlegung eines Mietgegenstandes. Der Umfang in der Größe der gemieteten Sache ergibt sich daher aus der Angabe der vermieteten Räume.

Gesetzeswidrige Kautionshöhe?

Festgelegt ist die gesetzliche Kautionshöhe auf drei Monatsmieten und darf diese auch nicht übersteigen. Für die Berechnung gilt die Nettokaltmiete. Wer weiß das schon: Nicht zwingend muss die Kaution auf einmal gezahlt werden, sie kann auch in drei gleich hohen Raten gezahlt werden.

Prüfung der Nebenkosten?

Grundsätzlich darf der Vermieter von seinen Mietern nur die Nebenkosten verlangen, welche im Mietvertrag aufgeführt sind. Es gibt derzeit 17 unterschiedliche Nebenkostenarten laut Betriebskostenverordnung.

Ganz wichtig: Die Nebenkostenabrechnung für die Hausverwaltung in Form von Mietausfallversicherung, Instandhaltungsrücklagen, Kontoführungsgebühren und Kreditzinsen sind immer ungültig, selbst wenn diese vertraglich vereinbart wurden. So auch ein Kündigungsverzicht. Diese Klausel darf laut Bundesgerichtshof (BGH VIII ZR 27/04) maximal für vier Jahre vereinbart werden.

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