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Gesundheit & Umzug - Was der Physiotherapeut rät

Dabei muss das Heben und Tragen von schweren Gegenständen gar nicht zwangsläufig negative Konsequenzen für die Gesundheit von Wirbelsäule und Gelenken haben. Laut Physiotherapeuten ist gelenkschonendes Arbeiten hier das A und O, um die eigene Gesundheit beim Umzug zu schonen. Die folgenden Tipps gelten natürlich nicht nur für Umzüge, sondern können auch im Alltag angewandt werden, jedoch stellen Umzüge eine außerordentliche Belastung vor allem für Knie und Wirbelsäule dar.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Zunächst einmal sollte man sich vergewissern, ob das Zielobjekt wirklich alleine gehoben und getragen werden kann, oder ob aufgrund von Gewicht und Größe doch lieber eine weitere Person mit anpacken sollte. Der Bewegungsablauf sollte außerdem vorher geplant und dann bewusst durchgeführt werden. Um die Muskulatur zu schützen empfiehlt es sich, diese vor dem Umzug zu dehnen und aufzuwärmen. Wenn es Möglichkeiten gibt, die Belastung zu minimieren, sollten diese genutzt werden. Dazu gehört die Benutzung von Sackkarren, Tragegurten, Stützbandagen für Rücken, Handgelenke und Knie und anderen Tragehilfen. Wenn es sich anbietet, einen Gegenstand zu schieben statt zu heben, sollte dies ebenfalls so gemacht werden.

Gelenkschonendes Bücken und Heben

Um einen Gegenstand gelenkschonend hochzuheben, sollte man sich gerade vor ihn stellen. Gehoben wird nur im Bereich zwischen den eigenen Füßen, seitliches Anheben und Drehungen sind zum Schutz der Wirbelsäule zu vermeiden. Andernfalls werden die Bandscheiben extrem belastet und es kann zum Hexenschuss kommen. Beim hinunterbücken bleibt die Wirbelsäule gerade. Statt sich aus dem Stand nach vorn zu beugen, geht man lieber in die Hocke. Dabei werden die Knie niemals über 90° gebeugt, die Füße stehen fest auf dem Boden. Die Wirbelsäule wird dann gerade nach vorn gebeugt, während das Gesäß nach hinten, hinter die Sprunggelenke bewegt wird. Bewusstes Ein- und Ausatmen kann bei der Kraftaufwendung helfen. Ruckartige Bewegungen, sowohl beim Anheben als auch beim Absetzen von schweren Gegenständen sind ebenfalls schädlich. Besser ist es, Hüft-, Knie- und Sprunggelenke langsam und gleichmäßig zu strecken um das Gewicht optimal zu verteilen. Die Kraft sollte vor allem aus dem Rumpf und Beckenboden kommen, die Lendenwirbelsäule sollte entlastet werden. Auch eine Schrittstellung mit vorgestelltem Bein kann beim Anheben von Gegenständen hilfreich sein.

Gelenkschonendes Tragen

Auch die Schultern und Ellenbogen kann man schonen und entlasten, indem man Gegenstände möglichst nah am Körper trägt und das Gewicht auf beide Arme gleichzeitig verteilt. Nach Möglichkeit wird das Gewicht auf Bauchhöhe getragen, da so die Kraft optimal genutzt werden kann. Dabei bleibt der Oberkörper stets gerade und wird nicht nach vorn oder hinten gebeugt, da diese Haltung schnell wieder auf die Wirbelsäule steht. Außerdem wird am besten nicht über Kopfhöhe arbeitet. Das kann auf Dauer und bei starker Belastung nämlich zum schmerzhaften Impingementsyndrom führen, welches häufig einen sehr langwierigen Verlauf hat und monatelange Behandlung beim Physiotherapeuten erfordern kann. Man sollte immer lieber eine Leiter nehmen um Dinge anzubringen, zu stapeln oder ähnliches. Diese sollte natürlich sicher stehen um Unfälle zu vermeiden.

Bei Beachtung dieser Tipps kann der nächste Umzug nun sicher ohne körperliche Folgeschäden über die Bühne gehen.

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