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Umzugskosten bei Pflegebedürftigkeit

Für das Ganze fallen jedoch Umzugskosten an. In solchen Fällen gibt es eine komplette Übernahme der Umzugskosten oder einen Zuschuss von der Pflegekasse bzw. von der Krankenkasse. Dabei muss vor dem Umzug eine Pflegestufe von amtlicher Seite bescheinigt worden sein und der Wohnungswechsel als legitim gelten. Erst dann macht es Sinn, eine Übernahme der Umzugskosten durch die Krankenkasse für den Wohnungswechsel zu stellen.

Ein Antrag für die Umzugskosten Übernahme wird an die Krankenkasse oder Pflegekasse gerichtet

Laut Sozialgesetz muss von der Pflegekasse bzw. Krankenkasse bei Pflegebedürftigkeit eine individuelle Verbesserung der Wohnumgebung geschafft werden. Dies hat zum Ziel, den Betroffenen ein nahezu völlig eigenständiges Leben zu ermöglichen. Ein Umzug kann durch folgende Situationen erzwungen werden:

  1. In der aktuellen Wohnung ist ein gerechter Umbau für Pflegebedürftige nicht möglich
  2. Die Bedürftigkeit für ein Pflegeheim ist nicht groß genug.

Der Wohnungswechsel soll auf die Pflegebedürftigkeit der Einzelperson individuell ausgerichtet sein. Personen mit der Pflegestufe eins können ebenfalls mit einer Übernahme der Umzugskosten rechnen. Der Umzug und die Kostenübernahme wird dann durch die Krankenkasse oder Pflegekasse genehmigt, wenn die häusliche Pflege erst dadurch ermöglicht oder erheblich erleichtert wird. Dabei darf die Leistungskraft der Beteiligten nicht überfordert werden – das bedeutet, dass die Abhängigkeit von Pflegekräften reduziert werden soll. Durch den Umzug in eine entsprechende Wohnung sind Menschen mit Pflegebedürftigkeit zu einer selbstständigen Lebensführung wieder stärker fähig.

Wohnungswechsel und Übernahme der Umzugskosten: Ein Umbau ist in der alten Wohnung nicht möglich

Gründe für einen Wohnungswechsel sind bei Pflegebedürftigkeit ziemlich vielfältig. Ist eine Person auf einen Rollstuhl angewiesen, dann benötigt diese ein barrierefreies Leben in den eigenen vier Wänden. Ein Umbau ist in vielen Fällen jedoch unmöglich, so zum Beispiel wenn:

  • kein Lift zur Wohnung in einer höheren Etage besteht
  • keine Rampen montiert werden können
  • die Räume keinen Platz für das Pflegebett haben
  • keine barrierefreie Dusche eingebaut werden kann
  • Türen zu schmal sind, aber nicht umgebaut werden können.

Die Kostenübernahme für den Umzug kann in solchen Fällen formlos und ganz ohne Formular bei der Pflegekasse beantragt werden. Die Anspruchsvoraussetzungen müssen dabei unbedingt angeführt werden - also der Grund, warum der Betroffene einen Wohnungswechsel nötig hat. Der Antrag muss auch nicht zwingend vor dem Umziehen gestellt werden. Allerdings empfiehlt sich ein Umzug, erst wenn der Antrag genehmigt wurde.

Jede Pflegekasse beziehungsweise Krankenkasse ist bei einem Wohnungswechsel wegen Pflegebedürftigkeit zur Beratung verpflichtet. Falls der Antrag abgelehnt wird, so kann der Pflegebedürftige jederzeit Einspruch einlegen und eine neuerliche Stellungnahme erwirken.

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